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DRK-Kita wird Familienzentrum Donnerstag, 18. Mai 2006, 14:24 Uhr
von: DANIELA VEUGELERS Nettetal. Die Entscheidung des Landes ist gefallen: Die DRK-Kindertagesstätte „Menschenkinderkulturkunsthaus“ in Nettetal-Lobberich wird zu einem Familienzentrum ausgebaut.
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Damit ist sie eine von 250 Kitas in Nordrhein-Westfalen, die an diesem Modellprojekt teilnehmen. Landesweit hatten sich mehr als 1.300 Kitas für die Familienzentren beworben. Neben der DRK-Kindertagesstätte hat für den Kreis Viersen auch der Brüggener Kindergarten „Vennmühle“ einen Zuschlag erhalten. Langfristig soll die Zahl der Familienzentren in NRW erweitert und ein flächendeckendes Angebot erreicht werden. DRK-Einrichtungsleiter Andreas Zorn freut sich mit seinem Team auf jeden Fall über die Entscheidung aus Düsseldorf: „Wir haben ein kreatives Konzept für Hilfe, Beratung und Weiterbildung von Familien entwickelt, das den gestellten Anforderungen in jeder Hinsicht gerecht wird. Zudem arbeiten wir seit Jahren eng mit dem Kreisjugendamt zusammen.“ Im „Menschenkinderkulturkunsthaus“ gibt es seit Jahren für die 160 Kinder in sieben Gruppen ein Kinderatelier, das Kita-Radio, alltagsintegrierte Sprachförderung, eine interkulturelle Bücherei und seit neuestem beteiligt sich die Kita am Gewaltpräventionsprogramm Curriculum Faustlos. Die schwarz-gelbe Landesregierung will NRW zum kinder- und familienfreundlichsten Land in Deutschland machen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern. Ein wichtiger Schritt dabei ist die Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren. „Ziel ist vor allem neben einer sehr guten Betreuung die umfassende Beratung und Unterstützung von Familien“, fasst Zorn die Ziele des Familienzentrums zusammen. Derzeit entwickelt die DRK-Kindertagesstätte Konzepte für die Betreuung unter Dreijähriger, Beratungsangebote für die Eltern, stundenweise Betreuung für Kinder, damit Eltern in Ruhe zum Arzt, einkaufen, oder Besorgungen machen können, Restaurantbetrieb für Familien und natürlich vorschulische Sprachförderung. Für die Eltern werden Möglichkeiten der Familienberatung und Familienpflege eingerichtet. Bereits im Herbst werden die Eltern über Elternkurse des Deutschen Kinderschutzbundes informiert. Die Kurse zeigen Eltern Wege auf, wie sie mit Konflikten gewaltfrei umgehen können. Ein weiteres erfolgreiches Projekt ist der Sprachkurs für türkische Mütter. Dort lernen sie mit Laptop-Unterstützung mit dem Programm „Schlaumäuse“ neben dem Alphabet auch ihre ersten Worte und Sätze auf Deutsch. Zudem sollen in der Kindertagesstätte Tagesmütter und -väter vermittelt und qualifiziert werden. „Bei vielen guten Ideen stoßen auch wir an finanzielle und räumliche Grenzen“, erläutert Zorn. Die Unterstützung des Landes soll bei „nur“ 12.500 Euro liegen. Oberstes Ziel ist es jedoch, in den Familienzentren Angebote und Dienste für Kinder und Eltern (auch Alleinerziehende) zu bündeln. Die jetzte gestartete Pilotphase endet mit der Vergabe eines Gütesiegels „Familienzentrum NRW“ im Mai 2007.
Direkt nachzulesen unter: Grenzland-Nachrichten (online-Ausgabe), der lokalen Wochenzeitung für das Grenzland und den Kreis Viersen
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